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Archive for the ‘Schwarzschafismus heute’ Category

Lucky ist tot. In Ballarat im australischen Bundesstaat Victoria starb sie hochbetagt, im Alter von 23 Jahren. Bereits mit 21 hatte sie einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde als ältestes Schaf der Welt erringen können – Unsterblichkeit war ihr allerdings nicht gegeben.

Zum Todesfall sagt Waltraud Mouton-Noir, Begründerin und einzige Anhängerin des Schwarzschafismus: „Lucky macht uns Schafen Hoffnung, dass ein längeres und ein glücklicheres Leben für Schafe möglich ist. Freilich ist der Weg noch weit, nicht nur weil Schafe gegenüber Menschen diskriminiert werden, sondern weil auch innerhalb der Schafpopulation die schwarzen Schafe immer noch schlechtere Karten haben. Lucky war weiß. Erst wenn wir ein schwarzes Schaf mit dieser Langlebigkeit vorweisen können, wird für den Schwarzschafismus substanziell etwas erreicht sein.“

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Wie unsere Leser wissen, waren wir – das schwarze Schaf Waltraud und der winzige Tiger Biggi – letztes Jahr zusammen in Paris. Die beiden uns begleitenden Menschen waren etwas lästig (aber leider nötig, da unsere Verkehrsmittel heute immer noch nicht Stofftiergerecht ausgebaut sind), dennoch war die Reise war ein Erfolg und wir beschlossen, dieses Jahr wieder so einen kleinen Städtetrip zu machen. Prag also. Während ich dies schreibe, läuft übrigens „Die Moldau“ aus dem Zyklus „Mein Vaterland“ von Bedrich Smetana. Über das r von Bedrich gehört so ein Kringel, ich weiß. Ich hab den aber grad nicht griffbereit. Der Kringel macht ohnehin nur Ärger, führt er doch dazu, dass einem die Unmöglichkeit abverlangt wird, das r gleichzeitig zu rollen und auch noch ein sch drauf zu setzen. Die spinnen, die Tschechen.

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Die oben zum Besten gegebenen Klugheiten entnahmen wir übrigens dem Reiseführer, den wir im Zug auswendig lernten. Der Bahnhof Praha Holosevice (wieder einige Kringel und Häkchen dazudenken) ist ein sozialistisches Werk das wirkt wie in einem Stück aus Beton gegossen. Unsere Menschen brauchten eine Weile, um Fahrscheine für den Nahverkehr zu erwerben und die richtige Straßenbahnhaltestelle zu finden, die uns zum Hotel brachte.

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Die Menschen luden dort unser Gepäck ab und wir ließen sie nicht lange rumtrödeln, denn das Wetter war schön und das erste Bier wartete. Bier ist eine tschechische Erfindung. Vorbildlich gekühlt und nie schal, da können sich die Berliner ein Scheibchen von abschneiden!

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Jetzt hatten wir Kraft für den ersten Teil des touristischen Pflichtprogramms. Die astronomische Uhr am Altstädter Ring…

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Die Karlsbrücke, eigentlich eher ein Flohmarkt als eine Brücke, zudem derzeit gerade in der Sanierung begriffen…

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Die blöden Gerüste versperrten auf der einen Seite den Blick auf die Moldau. Ich hab schon wieder Smetana im Ohr. Eigentlich müsste hier vorne im Vordergrund jemand mit einer Harfe sitzen und das Glitzern der Sonne auf den kleinen Wellen spielen.

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Frische Luft macht Hunger. Wir hatten uns aus dem Guide Michelin das „LeTerroir“ ausgesucht, nicht gerade Imbissbuden-Preise, aber gezahlt haben eh‘ die Menschen. Und sie mussten bluten, oh ja! Das Essen war ganz hervorragend, der Wein köstlich. Selig und ganz überwältigt von den Eindrücken sanken wir ins Bett. Obwohl wir uns von den Menschen tragen ließen, waren wir ziemlich alle.

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Wir ließen am nächsten Tag das Frühstück im Hotel unberührt, und machten uns stattdessen auf ins Café Savoy auf der Kleinseite, also dem Ufer auf dem auch die Prager Burg steht. Gleich hinter der Legionärsbrücke links liegt es, im Reiseführer gepriesen für seine heiße Schokolade (von Valrhona) und seine Obstknödel.

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Beides ist allein die Reise nach Prag wert, und auch die Magenbeschwerden hinterher, die die unvermeidliche Folge sein werden. Allerdings darf niemand es versäumen, im Café Savoy die Toilette aufzusuchen, denn auf dem Weg dorthin erblickt man die Show-Patisserie des Etablissements. Ich hätte den Rest des Tages hier verbringen können, und zuschauen. Aber Biggi wollte weiter.

Wir haben uns dann mal dieses Denkmal für die Opfer des Kommunismus angeschaut. Nicht schlecht, aber ich finde da wird ein bissel viel Wind drum gemacht. Wo ist das Denkmal gegen die Stofftierdiskriminierung?

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Von der Prager Burg aus hat man einen tollen Blick über die Stadt.

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Franz Kafka hat da mal gewohnt, in der Goldenen Gasse, die wahrscheinlich so heißt weil die Touristen da für viel Geld so viel Nepp kaufen. Kann aber der arme Kafka nix für.

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Die Burg ist auch Sitz des Präsidenten – oder jedenfalls empfängt er dort Staatsgäste und macht einen auf wichtig. Ich wollte eigentlich dem Vaclav Klaus einen Stift bringen, damit er endlich den Lissabon-Vertrag unterschreiben kann, aber der Feigling hat sich verleugnen lassen. Sei’s drum.

Die Straßen um die Burg rum sind schöner als die Burg selbst, die mit ihren vielen Höfen, Museen und Kirchen eine Stadt in der Stadt ist – und zwar eine völlig überlaufene. Das unten abgebildete Gässchen gehört zum Viertel „Neue Welt“ – mir erschließt sich allerdings nicht, was daran neu sein soll. Außer dem Anstrich natürlich.

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Schöne Ornamente an den Fassaden zwar, aber mal wieder fehlt ein Motiv: Schwarze Schafe. Auch hier wird die Unterdrückung durch Negierung fortgesetzt.

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So viel Lauferei und Guckerei, das geht nicht ohne Stärkung. Lecker und schick das Jugendstil-Kaffeehaus im Repräsentationshaus (Kavarna Obecni Dum):

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Im ehemaligen jüdischen Ghetto Josefov…

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… gibt es auch ein Kafka-Denkmal.

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Und wie der Zufall so spielt, wir haben einen kleinen Kerl getroffen, der Franz Kafka heißt, Spitzname Franzky. Er ist Maulwurf, und er war auf der Suche nach einem Job. Wir haben ihn eingestellt als Assistenzgärtner, weil er so gut graben kann. Bis zum Frühjahr, wenn endlich der Balkon neu bepflanzt wird, behilft sich Franzky mit Wäschehaufen, durch die er sich juchzend vor Vergnügen durchwühlt. Hier sieht man ihn im Hotel. Bei uns in Berlin hat er sich aber auch schon gut eingelebt.

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Die Zeit ging schnell rum. Am letzten Abend ließen wir uns von den Menschen in diesen alten Glockenturm tragen, in dem oben ein Restaurant ist. Nicht schlecht, aber grotesk überteuert – egal, es war ja nicht unser Geld.

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Wie Spiegel Online berichtet, werden schwarze Schafe immer seltener. Das Magazin beteuert, dahinter stehe keineswegs eine weißschafistische Verschwörung, sondern der Klimawandel. Weil die Winter milder würden, seien die Tiere mit dunklem Fell, die von der Sonne besser gewärmt werden, nicht mehr im Vorteil. Grundlage der Beobachtungen sind Schafspopulationen auf isolierten Inseln.

An der Darstellung sind Zweifel angebracht. Was wirklich hinter der Zurückdrängung schwarzer Schafe steht, muss noch aufgedeckt werden. In der Isolation ferner Inseln könnten sich anti-schwarzschafistische Verschwörungen austoben, die mit pseudowissenschaftlichen Theorien bemäntelt werden sollen. Unsere unkritische Presse verbreitet die natürlich ungeprüft weiter. Ein Skandal ist das.

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Dass es in den letzten Monaten um das Thema Schwarzschafismus ruhig geworden ist, bedeutet nicht dass diese nach der Weltherrschaft strebende Ideologie an Brisanz verloren hätte. Im Gegenteil, es gibt erste konkrete Anzeichen, dass eine schwarzschafistische Verschwörung die Wirtschaftskrise ausnutzt, um über den Hebel ökonomischer Macht letztlich die politische Dominanz zu erringen.

Wir erinnern: Der Schwarzschafismus ist eine Ideologie der moralischen Erpressung. Schwarze Schafe versuchen, der als weißschafig und dumm verachteten Mehrheitsgesellschaft mit der Tatsache ihrer vermeintlichen Diskriminierung Zugeständnissse abzupressen. Wenn der Trick mit dem schlechten Gewissen nicht funktioniert, dann wendet der Schwarzschafismus auch gerne die Technik des „nerven bis zum Nachgeben“ an.

Ich weiß wovon ich rede, ich habe ein schwarzes Schaf in meinem Haushalt. Dieses hat sich praktischerweise das Amt der Antidiskriminierungsbeauftragten angemaßt, und sich obendrein zur Vorsitzenden der Stofftiergewerkschaft ausgerufen. Das sind aber erst die ersten Stationen, denn dem Machtstreben des Schwarzschafismus sind bekanntlich keine Grenzen gesestzt.

Nun also die wirtschaftliche Unterwanderung. Der Beweis ist hier:

Schwarzschafistische Unternehmen unterwandern Holland

Schwarzschafistische Unternehmen unterwandern Holland

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Im Frankfurter Kommunikationsmuseum leistet man sich einen klaren und unverstellten Blick auf die Kommunikationsteilnehmer als solche. Bevor jetzt gelacht wird: das sollen wir sein, Sie und ich.

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Wenn Sie sich damit nicht identifizieren können, gibt es allerdings eine Alternative.

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Jetzt wissen wir auch endlich, wer an unsinnigen und gefährlichen Fehlentwicklungen wie der verdachtsunabhängigen und flächendeckenden Vorratsdatenspeicherung unserer gesamten Telefonate, Mails und Internetverbindungen schuld ist. Das ist nicht der arme behinderte Minister, nicht die arme, an Rechtspolitik völlig desinteressierte aber leider, leider nun mal zuständige Ministerin, das ist, mal wieder: Das schwarze Schaf.

Weil es schwarze Schafe in der Kommunikation gibt, wie dieses Foto beweist, muss es Überwachung geben. Der weißen Schafe. Ist doch logisch, oder?

Danke an Petra!

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Ich muss mich endlich dieser Frage stellen. Ich gebe zu, ich habe das ein wenig vor mir her geschoben, weil die Frage knifflig ist. Vor allem wegen der an anderer Stelle bereits erläuterten Aporien (gescheit für: inneren Widersprüche) des Schwarzschafismus. Kurz gesagt: ein siegreiches schwarzes Schaf ist ein Problem für den Schwarzschafismus, der ja bekanntlich  seine gesamte Politik-Technik nur aus der Opferrolle heraus entfalten kann. Von daher wäre mein Tipp, dass Schwarzschafisten alsbald Haare in der Obama-Suppe suchen und finden. Und tatsächlich, es gibt erste Anzeichen, Versuche, Obama umzudefinieren zu einem weißen Schaf. Damit wäre das Problem für den Schwarzschafisten zwar gelöst, aber der Preis ist leider ziemlich hoch.

Denn dann fällt ja nichts mehr von diesem wunderbaren güldenen Glanz auf die Schwarzschafisten ab. Schwarze Schafe könnten sich nicht nur wunderbar in Obamas Glanz sonnen, sie könnten auch seinen Sieg quasi für sich reklamieren:  Schwarzschafismus – yes we can. Mehr noch: ohne den bohrenden Finger des  Schwarzschafismus im Fleisch der weißschafigen Mehrheit hätte Obama nie das höchste Amt… u.s.w.

Ich würde pragmatisch (also gewissenlos) ein zweistufiges Vorgehen empfehlen. Erst das Sonnen im Glanz und das Reklamieren des Erfolgs für sich, dann die Verdammung. Konsistenz in der eigenen Haltung wird eh‘ überschätzt. Die Medien jedenfalls scheren sich nicht mehr darum.

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Eine Leserin dieses Blogs hat mich neulich gefragt, was es eigentlich mit diesem Schwarzschafismus auf sich habe. Die besagte Leserin, das muss ich an dieser Stelle noch erwähnen weil sie Wert darauf legt, ist promoviert. Ich sage das nur, weil sie kürzlich ihren Anrufbeantworter mit dem Hinweis auf ihre vornehmen zwei Buchstaben verziert hat. Da will ich natürlich den notwendigen Respekt nicht verweigern. Ich hoffe das ist Ihnen recht so, Leserin?

Aber zurück zum Schwarzschafismus. Kürzlich entdeckte eine mir näher bekannte Forscherin, Frau Dr. G., die hier bereits ohne Worte Auskunft über verschiedene Dinge gegeben hat, ein Dokument aus der Frühzeit des Schwarzschafismus. Darin sind die Ziele und Eckpunkte einer Kommunikationsstrategie festgehalten. Das Papier, so knapp es ist, wirft ein schonungslos realistisches Licht auf den Schwarzschafismus mitsamt seinem Macht- und Dominanzanspruch.

Von den drei Zielen der dort nur grob umrissenen Kampagne ist wohl das dritte „Erfolgsgrundlage für die Erringung von Posten in Stofftiervertretungsgremien“, am bezeichnendsten für den Verantwortungsbegriff und die Geisteshaltung dieser Ideologie. Ich veröffentliche das Papier, um zu einer Auseinandersetzung mit dieser extremen Weltanschauung anzuregen.

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Wird es der Demokratie gelingen, eine Antwort auf diese Herausforderung zu finden?

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