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Archive for the ‘schwarze Schafe’ Category

…dass ich Zapfenstielzchen heiß. Dooorie ist nämlich nicht mein richtiger Name, neiiiin. Har har. Unter dem Deckmantel (wie die Gebrüder Grimm zu berichten wissen: einem Scharlachroten mit Kapuze) der Anonymität kann ich hier rumpeln und stielzen wie mir beliebt! Ich verzapfe Unsinn! Publiziere unvorteilhafte Bilder von Menschen, die ich „ich“ nenne. Ich spiele nicht nur mit Stofftieren, ich lanciere auch noch deren Abhandlungen über Schwarzschafismus! Ich verfasse Schröckliches wie … uuhh, ahh … Unfreundlichkeiten einem ehemaligen Innenminister gegenüber, wiewohl nur in einer Geste und einer Andeutung ausgedrückt, aber dennoch VIELSAGEND. Wenn nicht gar: ein Skandal. Wenn das jemand wüsste, dass Zapfenstielzchen dahinter steckt! Uiii ohh!

Zapfenstielzchen ist nämlich eine echte Person, müsst Ihr wissen. Eine von Fleisch und Blut, nicht bloß aus Internet. Eine mit einem Beruf. Ja, Beruf! Und … har, har … einem Chef. Und Zapfenstielzchen ist sogar selbst Chef. Oh-ho. Das geht aber gar nicht. So jemand muss doch ein Vorbild… Wenn dass jemand wüsste, dass Dooorie in Wahrheit Zapfenstielzchen ist, uiii, das gäbe aber…

nichts. Wetten, dass?

Ich schreibe diese Zeilen für eine unbekannte Kollegin, die es für nötig befunden hat, sich mit farbigen Ausdrucken aus diesem Blog in der Institution, in der Zapfenstielzchen arbeitet noch weitere Feinde zu machen. Ich werde hier nichts löschen, liebe Kollegin. Und ich wünsche weiter viel Spaß bei der Lektüre.

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Lucky ist tot. In Ballarat im australischen Bundesstaat Victoria starb sie hochbetagt, im Alter von 23 Jahren. Bereits mit 21 hatte sie einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde als ältestes Schaf der Welt erringen können – Unsterblichkeit war ihr allerdings nicht gegeben.

Zum Todesfall sagt Waltraud Mouton-Noir, Begründerin und einzige Anhängerin des Schwarzschafismus: „Lucky macht uns Schafen Hoffnung, dass ein längeres und ein glücklicheres Leben für Schafe möglich ist. Freilich ist der Weg noch weit, nicht nur weil Schafe gegenüber Menschen diskriminiert werden, sondern weil auch innerhalb der Schafpopulation die schwarzen Schafe immer noch schlechtere Karten haben. Lucky war weiß. Erst wenn wir ein schwarzes Schaf mit dieser Langlebigkeit vorweisen können, wird für den Schwarzschafismus substanziell etwas erreicht sein.“

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Wie Spiegel Online berichtet, werden schwarze Schafe immer seltener. Das Magazin beteuert, dahinter stehe keineswegs eine weißschafistische Verschwörung, sondern der Klimawandel. Weil die Winter milder würden, seien die Tiere mit dunklem Fell, die von der Sonne besser gewärmt werden, nicht mehr im Vorteil. Grundlage der Beobachtungen sind Schafspopulationen auf isolierten Inseln.

An der Darstellung sind Zweifel angebracht. Was wirklich hinter der Zurückdrängung schwarzer Schafe steht, muss noch aufgedeckt werden. In der Isolation ferner Inseln könnten sich anti-schwarzschafistische Verschwörungen austoben, die mit pseudowissenschaftlichen Theorien bemäntelt werden sollen. Unsere unkritische Presse verbreitet die natürlich ungeprüft weiter. Ein Skandal ist das.

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Es ist nicht ganz einfach, in diesen Tagen einer von jenen Leuten zu sein, die für Aktienkurse und andere wirtschaftliche Kennziffern Verantwortung tragen müssen. Ich stelle mir das vor, wie man den Konferenzraum betritt,  sein Laptop aufklappt, tief Luft holt, einen Seufzer unterdrückt und angestrengt versucht, überhaupt keinen Gesichtsausdruck zu haben. Tja, und dann wirft man diese Grafiken auf die Wand und denkt dabei krampfhaft an den Martini nach der Präsentation. Spaß macht das sicher nicht.

Aber es gibt Trost! Kreative Geister haben die Charts mit Musik vertont. Das ist vielleicht die bessere Alternative zum gesprochenen Text. Beide erhellen nichts. Aber letztere bringt wenigstens die Stimmung ein wenig hoch. Schaut selbst:

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Die berühmte Bloggerin W. schenkte mir auch heuer wieder eine CD mit ihrer musikalischen Botschaft an mich. Ich höre sie gerade und versuche sie zu deuten. „Oh my God“ von Mark Ronson sagt mir entweder „ich mag Dich ganz gut leiden“ oder „unser Musikgeschmack ist so unterschiedlich gar nicht, ey“, eins von beidem. Vampire Weekend „Campus“ spricht eher für die These, dass W. ihre Zuneigung nur indirekt ausdrücken kann, singen die Jungs doch so verquastes wie – sinngemäß – wie könnte ich jemals behaupten Dich nie wieder sehen zu wollen. Das kann man auch direkter sagen. Wenn man möchte.

Jan Delay kann jedenfalls klare Sätze, so wie dass es kalt wird wenn das Feuer ausgeht. Allerdings sollte er sich mal die Nase putzen. Und wenn er so Reggae-lahm von Feuer singt, und sich so selbstgefällig über die Vielen aufschwingt, die angeblich weniger brennen als er, dann schlagen bei mir keine Flammen hoch. Eher friert die Hölle zu, als dass ich Jan zu meiner Last.fm Musiksammlung zufüge, Frau W. Peter Fox ist ein besserer Texter, klarer Fall, sogar ein ziemlich guter Texter, zugegeben, aber ich bin noch nicht überzeugt. Muss ich vielleicht ein paar mal hören.

Und was soll jetzt Aretha Franklin danach? Eben noch die abgeklärten bekifften Großstadtjungs, jetzt die Soul-Klassikerin, die um Rettung („Save me“) fleht? Wo ist der Zusammenhang? Oder – ohgott, wie unsensibel von mir! Ist das ein Hilferuf? Frau W.? Geht es Ihnen gut?

Aber nee, es ist wohl doch der Soul-Block der CD, Marvin Gaye und Tammi Terrell sind auch dabei. Diana Ross lässt einen wieder hängen wie damals auf zahllosen Schulfeten. Soll mir wohl einen zarten Hinweis auf mein Alter geben. Brenda Holloway ist ja auch nicht mehr die jüngste, will mir W. bestimmt tröstend sagen, und sie hat trotzdem ihre Berechtigung. Andererseits, W. gräbt hier und auch bei Lyn Collins Titel aus, die unbekannter sind. Sie will also etwas damit ausdrücken. Okay, „Wheels of Life“ ist einfach, das ist natürlich das Hamsterrad! Ach W., endlich habe ich das Gefühl, Dich zu verstehen.

Und dann kommt Tammi Terell noch mal, und sagt mir, ich solle besser nicht denken. Bringt eh nichts. W., musste das so deutlich sein? Ich dachte wir wären Freunde! Schmeiße ich meine Sympathien in den Mülleimer, Frau W., wenn ich mit Ihnen freundlichen Umgang pflege? Bin ich ein dummes kleines Mädchen? Na, das wäre wenigstens jung.

Okay, Schnitt, jetzt mal ein Lob. Dusty Springfield ist wirklich großartig. Zu meiner Musiksammlung hinzugefügt. Wunderbar auch, wie hier wieder zart das Hamsterrad-Thema durchscheint.

The Last Shadow Puppets waren mir bisher noch nicht geläufig, muss ich gestehen. Warum eigentlich nicht. Wunderbar lakonisch. Muss ich mal genauer reinhören. Danke, Frau W. Leider versagt hier last.fm, da gibt es keine Titel in voller Länge zum anhören.

Aber zum Schluss, Frau W., kommt ja wohl noch mal der totale Klopper. Cat Power & Karen Elson – das weckt böse Assoziationen an Bilitis und ähnliche Machwerke – grusel! Was Du mir damit sagen willst, W., will ich glaub ich lieber nicht wissen.

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Kennt jemand einen, der jemanden kennt, welcher freiwillig in ein Konzert mit Weihnachtsliedern geht? Doch! Wetten? Ich nämlich, ich war am letzten Samstag freiwillig in einem Weihnachtskonzert.

„Kommet ihr Hirten“ auf Speed, mit ein paar zusätzlichen Kieksern und Abschweifungen – fürchtet euch nicht. Auch ist die heilige Nacht nicht unbedingt still, und wenn Maria mit ihrem unbewegt-entrücktem Gesicht einen Tango durch den Dornwald tanzt, dann hat man vor dem geistigen Auge ein recht einprägsames Bild.

Update:  Ich möchte das Gesagte noch mal grafisch verdeutlichen. Das Duo gehört zur roten Menge.

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