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Archive for Februar 2009

Der Nudelmaschinen-Außenbordmotor ist ein unverzichtbares Utensil für alle Nudelhersteller, die mit nur zwei Armen ausgestattet sind. Die indische Gottheit mit den vielen Armen, deren Name mir grad nicht erinnerlich ist, bräuchte sowas natürlich nicht. Sie würde mit einer Hand Nudelnteig in die Maschine einfüllen, mit der zweiten Kurbeln, mit einer dritten Hand die Teigbahn entgegen nehmen, mit zwei weiteren Händen Zwiebeln schneiden und mit der sechsten Hand im Topf rühren.

Mir aber ist mein Außenbordmotor eine Ode wert. Er war gar nicht teuer, so etwa 60 Euro. Er passt in alle handelsüblichen Nudelmaschinen. Okay, er lärmt fürchterlich und hübsch ist er auch nicht. Aber fleißig. Erst gestern abend war er wieder im Einsatz.

Mit nur zwei Armen Nudelteig herstellen - das geht

Mit nur zwei Armen Nudelteig herstellen - das geht

Okay, und jetzt gibt es auch noch das Rezept dazu.

Lasagne üppig

für 6 Personen

Aus 5 Eiern und 500g Hartweizengrieß oder Mehl wie hier einen Nudelteig herstellen, bis Stufe 5 der Nudelmaschine auswalzen. Der frische Teig wird roh verarbeitet.

Aus 500g Hack (nach Geschmack gemischt, Rind, oder auch Lamm), 1 großen Dose Tomaten (oder zur Saison im Spätsommer 1 Kilo frische Tomaten enthäutet), 2 Zwiebeln, etwas Speck, 1 Bd. Suppengrün, einem Schluck Rotwein die Bolognese-Sauce kochen. Wer es italienischer mag, muss noch etwas Leber dazutun, statt Speck Salsicce nehmen, und natürlich Thymian und Oregano. Nicht am Knoblauch sparen! Chili kann auch rein. Alle Saucen müssen relativ fest sein, damit die Lasagne am Schluss nicht auseinanderläuft.

Die Bechamelsauce wird aus 30-40g Butter, 3 Esslöffeln Mehl, 500 ml Kochsahne und 500 ml Milch gekocht und mit Salz, Pfeffer, 1-2 Tl. abgeriebener Schale einer ungespritzten Zitrone und reichlich frisch geriebener Musskatnuss gewürzt.

Als dritte Füllung kommt bei Lasagne üppig auch noch Blattspinat dazu, (eineinhalb Pakete à 450g tiefkekühlt) der gedünstet und mit Muskat, Salz, Pfeffer und nach Geschmack noch Knofi angemacht wurde.

Geschichtet wird abwechselnd eine Lage Bolognesesauce mit  Bechamel, dann Nudel, dann Spinat mit klein gezupftem Mozzarella (drei Pakete werden da verbraucht), und wieder Nudel. Zum Schluss ein Deckel mit Nudelbahnen, auf den noch mal Bechamelsauce verstreichen, diese großzügig mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und die Form (oder die Formen, wir brauchten gestern 2) bei 160° Umluft oder 180° Ober-/Unterhitze für 45 Minuten in den Ofen tun.

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Im Frankfurter Kommunikationsmuseum leistet man sich einen klaren und unverstellten Blick auf die Kommunikationsteilnehmer als solche. Bevor jetzt gelacht wird: das sollen wir sein, Sie und ich.

schafherde

Wenn Sie sich damit nicht identifizieren können, gibt es allerdings eine Alternative.

waltraud-mouton-noir

Jetzt wissen wir auch endlich, wer an unsinnigen und gefährlichen Fehlentwicklungen wie der verdachtsunabhängigen und flächendeckenden Vorratsdatenspeicherung unserer gesamten Telefonate, Mails und Internetverbindungen schuld ist. Das ist nicht der arme behinderte Minister, nicht die arme, an Rechtspolitik völlig desinteressierte aber leider, leider nun mal zuständige Ministerin, das ist, mal wieder: Das schwarze Schaf.

Weil es schwarze Schafe in der Kommunikation gibt, wie dieses Foto beweist, muss es Überwachung geben. Der weißen Schafe. Ist doch logisch, oder?

Danke an Petra!

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Frau Dr. G. zum Beispiel war gestern nicht besonders angetan, obwohl ich ihr so liebevoll zum Geburtstag gratuliert habe.

Wer uns kennt, der weiß es: Bei Frau Dr. G. und mir wird für jede Niedertracht und Gemeinheit, egal ob verbal, durch Gesten, Blogeinträge oder einfach nur ein Grinsen verübt, pauschal ein Euro Strafe fällig. Die vielen vielen Euros wandern in eine gemeinsame Kasse, und aus dem Guthaben dieser Kasse wird jährlich eine kurze Städtereise finanziert. Geburtstage sind immer ein teurer Spaß, gestern kamen mindestens 5 zu zahlende Euro auf meine Seite der Kreidetafel.

Andererseits bin ich mit dieser Form der Konfliktregulierung wirklich sehr gut bedient. In anderen Ländern wird da gerne gleich mal sehr viel härter durchgegriffen.  Offenbar werden in den USA so häufig Ehepartner aufgrund ihrer Gemeinheiten umgelegt, dass sich diese Form der Sühne inzwischen professionalisiert hat.  Failblog hat einen typischen Anbieter für uns aufgetrieben:

killwifefail

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Falls nicht ohnehin schon bekannt, möchte ich die werten Leserinnen und Leser auf den Umstand hinweisen, dass Frau Dr. G. heute Geburtstag feiert. Es ist nicht der erste und auch nicht der zweite Geburtstag. Aber was ist schon eine Zahl: wesentlich ist doch, wie jung und unverbraucht ein Mensch aussieht, wirkt, im Wesen und im Geiste ist.

Und da, finde ich, kann Frau Dr. G. durchaus mit der Jugend mithalten!

Keinen Tag älter als fünf

Keinen Tag älter als fünf

Herzlichen Glückwunsch!

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Zutiefst erschüttert muss ich feststellen, dass unser Hamster Cecilia offenbar während seiner Abwesenheit anlässlich der diversen Jahresendfeierlichkeiten nicht nur umbenannt und gehirngewaschen worden ist, sondern auch noch unter dem falschen Namen „Rodney Stanger“ ein Kapitalverbrechen begangen hat.

Ich grübele noch, wie er es in der kurzen Zeit bis an die Ostküste der USA und zurück schaffen konnte. Hier liegt der Verdacht der Beihilfe nahe, der sich gegen ein mir bekanntes Ehepaar aus Altglienicke richtet, dem der Hamster eigentlich zur getreulichen Pflege übergeben worden war.

Hier die belastenden Indizien:

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Zwei nahe Verwandte von Frau Dr. und von mir waren am letzten Wochenende in Köln auf der Gloria-Sitzung. Sie sehen uns ziemlich ähnlich, aber man sieht schon am Stil, dass das nicht wir beide sein können:

Zenzi (r) und Heidi (l) mit ihren Milchkannen

Zenzi (l) und Heidi (r) mit ihren Milchkannen

Ich habe auch keine Ahnung, wie Zenzi und Heidi von ihrer Alm nach Kölle kamen. Die Leute dort haben sie jedenfalls sehr freundlich empfangen, wohl weil sie dachten die beiden zünftigen Madels wären verkleidet. Sie konnten ja nicht ahnen, dass Zenzi und Heidi den ganzen Sommer auf der Alm nichts anderes machen als melken und Käse verzapfen. War auch schön für die beiden Landeier, mal rauszukommen. Und Heidi sah zum ersten mal in ihrem Leben jemanden mit grünen Haaren.

Heidi und die Perle (in grün)

Heidi und die Perle (in grün)

Die Heidi ist so ein hübsches Madel. Was man auf den Bildern leider nicht sieht, ist dass sie tatsächlich ein echtes Spitzebötzche anhatte. Sie hatte das Kölsche Lied irgendwie missverstanden („Wir sind Kölsche Mädche, hon Spitzebötzche an, mer losse uns net dran fummele, mer losse keene dran!“).  Heidi kennt den Kölschen Dialekt natürlich nicht so gut. Sie dachte „net“ bedeutet „gern“. Die Leser, die sich fragen was ein Spitzebötzche ist, bekommen einen kostenlosen Tipp: man trägt es unter dem Dirndl.

Heidi, die Unschuld vom Lande

Heidi, die Unschuld vom Lande

Ein Dirndl hat vor allem die Aufgabe von vorne und leicht von oben gut auszusehen. Zenzi hat das beherzigt:

Zenzis zwei Argumente für Dirndls

Zenzis zwei Argumente für Dirndls

Übrigens: Dass unsere beiden Verwandten tatsächlich auf der Alm arbeiten, sieht man an ihrem Schuhwerk. Ein echtes Alm-Madel trägt keinen Stöckelschuh. Deswegen ist, was keinen Stöckelschuh trägt, auch ein echtes Alm-Madel.

Zenzi und ihre Bergschuhe

Zenzi und ihre Bergschuhe

Heidis Schuhwerk ist genauso echt:

Heidi und ihre Bergschuhe

Heidi und ihre Bergschuhe

Wir danken Zenzi und Heidi, dass sie uns die Bilder ihrer Reise nach Kölle für diesen Blog zur Verfügung gestellt haben. So weit ich weiß sind sie wieder zurück in ihrer Heimat. Da ist die Luft auch besser. Und die Kühe brauchen die beiden ja.

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