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Archive for Januar 2009

Wie in Bloggerkreisen verschiedentlich bereits berichtet, finden bei Frau MOZ alljährlich Anfang Januar Hausgreuel-Parties statt, bei denen jeder eingeladene Haushalt ein scheußliches Geschenk oder eine Altlast aus den Untiefen des Schranks mitbringen darf, um im schlimmsten Fall mit einer noch übleren Scheußlichkeit nach Hause zu gehen. Zwischen Kommen und Gehen liegen mehrere Runden verbissenen Würfelns, begleitet von alkoholischen Getränken und Häme, bis das Schrillen der Eieruhr das Schicksal besiegelt. Uns hatte es vergleichsweise gut getroffen. Wir wurden unser Schaukelpferdchen los an lieblose Berlinerinnen, mussten aber selbst nur ein etwas fragwürdiges Plastikbesteck zum Obstessen hinnehmen.

Ich hatte den anderen Teilnehmern versprochen, das Werkzeug zu testen. Heute ist die Frau aus dem Haus, und ich bin endlich mal dazu gekommen.

Das 3-Teilige Hausgreuel im Test

Das 3-Teilige Hausgreuel im Test

Mit dem Löffel lassen sich zwar tatsächlich Pampelmusen essen. Aber ich entsafte die meistens eh.  Das Schneckenförmige Teil zum Pellen macht hübsche Schlangenlinien in die Schale. Der Vorteil dieser Rillen erschließt sich mir nicht. Die Sache mit dem Kiwi-Öffnen muss ich bei anderer Gelegenheit noch mal probieren, weil ich beim Test aus Versehen das falsche Teil dafür genommen habe. Die Kiwi sah ziemlich zerrupft aus.

Update
Mit dem dafür vorgesehenen Teil war die Kiwi auch nicht leicht zu erlegen. Ein gewöhnliches Messer zum Durchschneiden und ein Teelöffel sind – wiewohl technisch aus heutiger Sicht veraltet – immer noch meine Kiwi-Esswerkzeuge der Wahl.

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Ich muss mich endlich dieser Frage stellen. Ich gebe zu, ich habe das ein wenig vor mir her geschoben, weil die Frage knifflig ist. Vor allem wegen der an anderer Stelle bereits erläuterten Aporien (gescheit für: inneren Widersprüche) des Schwarzschafismus. Kurz gesagt: ein siegreiches schwarzes Schaf ist ein Problem für den Schwarzschafismus, der ja bekanntlich  seine gesamte Politik-Technik nur aus der Opferrolle heraus entfalten kann. Von daher wäre mein Tipp, dass Schwarzschafisten alsbald Haare in der Obama-Suppe suchen und finden. Und tatsächlich, es gibt erste Anzeichen, Versuche, Obama umzudefinieren zu einem weißen Schaf. Damit wäre das Problem für den Schwarzschafisten zwar gelöst, aber der Preis ist leider ziemlich hoch.

Denn dann fällt ja nichts mehr von diesem wunderbaren güldenen Glanz auf die Schwarzschafisten ab. Schwarze Schafe könnten sich nicht nur wunderbar in Obamas Glanz sonnen, sie könnten auch seinen Sieg quasi für sich reklamieren:  Schwarzschafismus – yes we can. Mehr noch: ohne den bohrenden Finger des  Schwarzschafismus im Fleisch der weißschafigen Mehrheit hätte Obama nie das höchste Amt… u.s.w.

Ich würde pragmatisch (also gewissenlos) ein zweistufiges Vorgehen empfehlen. Erst das Sonnen im Glanz und das Reklamieren des Erfolgs für sich, dann die Verdammung. Konsistenz in der eigenen Haltung wird eh‘ überschätzt. Die Medien jedenfalls scheren sich nicht mehr darum.

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Wie ja schon an anderer Stelle berichtet, haben unsere Stofftiere uns zu einem Kurzurlaub nach Paris mitreisen lassen. Dort gibt es auf der Ille de la Cité und andernorts Niederlassungen von Pylones. Meine Barschaft ist dort sehr gefährdet, denn der Laden verbindet drei wirklich große Versuchungen für mich: Schräges, Buntes, und vor allem: das Ganze in Form von KÜCHENGERÄTEN.

Ich sprang zwar vor Entzücken im Dreieck, war aber viel zu vernünftig, zuzuschlagen. Das ist doch so unpraktisch im Flugzeug. Das gibt’s bestimmt auch in Berlin!

Meine arme Frau. Sie hatte die Lauferei. Sie nervte alle Freunde, schaut doch mal da und da. Am Ende kam der Heißwasserhimmel dann doch mit dem Flugzeug. Vielleicht. Jedenfalls per Post direkt aus Frankreich. Und hier ist er, isser nich süß?

Der kocht auch Wasser

Der kann übrigens auch Wasser kochen. Zwar nur geringe Mengen und mit dem Risiko, sich böse am Korpus zu verbrennen. Aber wer kümmert sich um solchen Schnickschnack angesichts dieser Schönheit…

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Heute ist es mir nach gefühlten 357 Anrufen gelungen, die Sprechstundenhilfe meiner Hautärztin zu erreichen, und einen Termin für die fällige Operation am Fuß zu erhalten. Der steht jetzt fest: 27. Februar. Und seit dieser Termin gesetzt ist, stellt sich bei mir ein wenig Harry Potter Feeling ein.

Ja ja ich weiß, man kanns auch übertreiben mit dem Jammern. Mir soll ja nur ein verdächtiger Leberfleck entfernt werden. Es muss zwar genäht werden und die Hautärztin hat gesagt dass schon allein die Betäubungsspritze fies wehtun wird, weil sie direkt auf den Knochen gesetzt werden wird, aber was solls, wir haben 33-45 ganz andere Sachen durchgestanden. Okay, wenn ich Pech habe sind beide Füße betroffen, am Hacken des anderen Käsemauken ist auch so ein suspekter Kandidat. Aber hey, dann tanzen wir eben footloose! Zumindest zwei Wochen lang, bis die Fäden gezogen worden sind.

Ich hab doch keinen Schiß. Ich doch nicht. Schnief

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Der Mensch hat ein tief verankertes Bedürfnis, Gutes zu tun. Der Mensch macht Fehler. Hier tut sich ein interessantes Feld für lehrreiche Geschichten und peinliche Zwischenfälle auf, von denen ich zwei hier berichten möchte. Sie wären des Fail Blog würdig, aber dieser Meilenstein der Blogkultur harrt noch einer deutschsprachigen Entsprechung.

Meine Ex-Kollegin A. ist eine katholisch erzogene, gutaussehende und gut gekleidete junge Frau. Sie war Mitte Dezember beschwingten Fußes auf dem Alexanderplatz unterwegs, durch ein Gewühl von Menschen mit Weihnachtseinkäufen, durch das Gewirr von Buden des schrottigen Mini-Weihnachtsmarktes dort, und strebte auf den U-Bahneingang zu. Dort hockte ein Rollstuhlfahrer, ärmlich gekleidet, Becher vor sich ausgestreckt, und rührte das Herz von A. Sie warf mit einem fröhlichen Lächeln mildtätige zwei Euro in den Becher.

Die Reaktion des Beschenkten fiel allerdings nicht wie erwartet aus. Statt sich artig zu bedanken grollte er:  „Was soll das?“ A. war verdutzt, aber noch nicht entmutigt und erwiderte etwas von Weihnachten und dass er sich auch etwas gönnen sollte. Der Rolli-Fahrer aber drehte wortlos seinen Becher um, aus dem sich sein Glühwein ergoss. In der Pfütze schimmerte die Münze, die aufzuheben A. nur kurz erwog und dann verwarf. Statt dessen stammelte Sie etwas von Entschuldigung und Versehen, und dass sie sofort einen neuen Glühwein… Der Rollifahrer aber lehnte barsch ab, „schlimmster Tag in meinem Leben“, bürdete er A’s Gewissen noch auf, und so ging sie hilflos und vermutlich immer noch tief errötet ihrer Wege. Wer von den zwei Euro letztlich profitiert hat, ist nicht überliefert.

Solche Dramen von verunglückter Nächstenliebe sind kein Einzelfall. Meine Kollegin N. wusste von einem Bekannten zu berichten, der FAZ-lesend in der U-Bahn unterwegs war, als einer der üblichen „Vortragsreisenden“ durch den Zug ging um seine Obdachlosenzeitung anzupreisen oder sonstige Barspenden einzuwerben. Wenige Sekunden, nachdem der Bedürftige ihn passiert hatte, wurde dem Bekannten von einer Frau ein Euro hingestreckt. Der so Verwechselte war tief erschüttert und ging sofort zum Frisör.

Ich selbst habe demnächst eine kleine Operation an meinem Fuß durchzuführen, ein Leberfleck muss entfernt werden. Ich werde zwei Wochen mit Krücken unterwegs sein, und im Hinblick auf öffentliche Verkehrsmittel überlege ich mir geeignete Vorsichtsmaßnahmen. Getränke nur mit Deckel, soviel ist mal klar. Aber über die Gestaltung des Riesen-T-Shirts, das ich über meine Winterjacke ziehen werde, denke ich noch nach. Vielleicht ein Schriftzug: „Bitte hier NICHT spenden. Bin Gutverdiener“? Vorschläge nehme ich dankbar entgegen.

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Liebe Leserinnen und Leser, hier aus gegebenem Anlass einmal ein neuer Service: Kontaktanzeigen! Ich wollte eigentlich nicht größer in das Business einsteigen, aber Frau Dr. G. hat zu Weihnachten zwei einzelne Socken der Marke Burlington geschenkt bekommen. Socken sind generell streng monogam und homosexuell. Eine Mischung zweier verschiedener Exemplare ist für sie undenkbar. Eine Ausnahme bilden jene hilfreichen mit den Buchstaben L und R gekennzeichneten Exemplare, extra für rechts-links-Legastheniker wie mich. Allerdings warte ich meist vergeblich, dass sich mal ein Mitmensch die Schuhe auszieht, nachdem ihm der Weg zum nächsten Briefkasten erklärt worden ist.

Äh… wo war ich? Ach ja, einzelne Socken. Die beiden sind todunglücklich, und Frau Dr. G. ist es auch. Ich bin das Gejammer leid und stelle jetzt zwei hoffentlich vorteilhafte Bilder ins Web. Mögen die passenden Partner sich bitte in den Kommentaren melden und Auskunft zu ihrem Aufenthaltsort geben!

Burlington dunkelblau mit beige, Single

Burlington dunkelblau mit beige, Single

Name: Burlington Einzelsocke dunkelblau

Alter: nagelneu und ungetragen

Vorzüge: noch gänzlich ohne Fußgeruch und Löcher

Ich suche: Mein Partner war mit mir zusammen bis zu jenem dunklen Tag im Einzelhandel vereint. Eine bösartige Person hat uns getrennt, seither suche ich Dich! Du hast eine dunkelblaue Grundfarbe und Karos in beige und hellblau. Du hast den Knopf. Ich warte in der Sockenschublade von Dr. G. auf Dich.

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Name: Burlingron Einzelsocke beige

Alter: nagelneu

Vorzüge: Außer dem tadellosen Zustand und der harmonischen Farbgebung ist noch der sensible und zärtliche Charakter zu betonen, der sich allerdings exklusiv dem passenden Partner offenbart.

Ich suche: Mein von dieser Unperson abgetrennter Partner hat weiße und hellgrüne Karos auf beigem Grund und keinen Knopf. Ich möchte an dieser Stelle noch meine Verbitterung darüber äußern, dass derselbe Unmensch, der uns den Tort der Trennung angetan hat, sich erdreistete, zu bemerken dass mein Schicksalsgenosse und ich dasselbe beige enthalten, weswegen man uns doch mischen könnte. Unfassbar! Man müsste ihr die Füße abschnüren!

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