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Archive for September 2008

Würde mich mit MOZ nicht eine gemeinsame Leidensgeschichte verbinden (u.a. taten wir gemeinsam Dienst als Hühner in einer Legebatterie), sagen wir ich träfe sie irgendwo, in der U-Bahn oder in einem Café, ich würde sie fasziniert anstarren. Merkwürdige Mischung, würde ich denken. Schon mehr so lässig cool, auch schräg, aber dann gibt es da wieder so einen leicht pedantischen Zug. Wie passt das alles zusammen? 

Um nicht zu sehr ausholen zu müssen, nenne ich einfach mal nur ein Beispiel: MOZ lebt in Berlin, findet München eine geile Stadt (!) und ist gleichzeitig HSV-Fan. Und wie dies hier mit einer dunklen Vergangenheit in brustalst christlichen Jugendgruppen zusammenhängt, kann sie wohl nur selber erläutern.

MOZ

Geboren: Mindestens einmal
Ausbildung: Studium dessen, was man halt so studiert, Sprachen und so’n Zeug, Volontariat in einer PR-Agentur
Status: öffentlichkeitsarbeiterin in einer Agentur

Wenn Sie die Qualität der Pop-Musik von den 70er Jahren bis heute in einer Kurve darstellen müssten, wie sähe diese aus?

Ah ja, wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Aber MOZ hat uns einen Zettel gemalt, ich erläutere ich mal, was auf dem Zettel zu sehen war: Eine Linie mit drei Bergen und dazwischen sind tiefe Täler. Die Berge heißen 1955, 1968 und 2008! Wo sind hier die späten 70er und Anfang 80er? Na gut. Nächste Frage:

Ihre Empfehlung an Gabriella Cilmi?

 

Kennt sie nicht!!! Ich werd‘ nicht mehr. Die läuft doch den ganzen lieben langen Tag auf radio1. Na gut. Und Ihre Empfehlung an Thomas D.?

Bin ganz derselben Meinung! Kann ein Computer das Schlagzeug ersetzen?

Welches Instrument wird generell überschätzt?

Gibt es in Sachen Musik eine objektive Wahrheit?

Ha! Ich wusste es! Christliche Jugendlager prägen halt doch dem Menschen auf Dauer. Wie gucken Sie einen Mann an, mit dem Sie gerne ausgehen würden?

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Vera G. verkörpert für mich das, was ich an meiner Heimatstadt Berlin so liebe. Kernig, flott und unbescheiden, so sind die Berliner. Die einzige Großstadt Deutschlands zu konstituieren, ist schließlich kein Spaziergang. Man muss stets darauf bedacht sein, unwitzige Typen und Langweiler einzuschüchtern, damit die bloß die Klappe halten, andernfalls wäre das Image der Stadt gefährdet.

Vera verkörpert für mich auch den riesigen Gewinn, den Berlin durch den Fall der Mauer erlebt hat. Von mir aus kann man die Mauer um Sachsen rum, oder um das „Land der Frühausteher“ wieder aufbauen, aber nie wieder innerhalb Berlins! Das wunderbar harte Berlinern der Ossis ist eine Wohltat für westberliner Ohren. Wir waren ja schon fast zu Delmenhorst geworden. Die wenigen echten Berliner sprachen ein so dezentes Charlottenburgerisch, Zille hätte gedacht er ist in Hannover! Vera und Deinesgleichen, rettet Berlin! Dit musste ma jesacht werden. Aber jetze zum Intawjie, wa:

Vera G.

Geboren: ja
Ausbildung: gelernte DDR-Bürgerin, Friseurmeisterin, Kommunikationswissenschaftlerin und Volontariat in einer ehrgeizigen und dennoch ziemlich verrückten PR-Agentur
Status: PR-Beraterin, spezialisiert auf Issues Management (zu deutsch: „Mist wat is jetzt schon wieder passiert, wat mach ick jetze?“-Management)

Frau G., können Sie uns kurz zeigen, was die Berlinerin dem Rest Deutschlands voraus hat?

Na mindestens, wenn nicht gar. Was passiert denn mit Leuten, die Sie als Frisöse bezeichnen?

Ick hatte ja sowat befürchtet. Schade eijentlich. Sind Sie allgemein der Ansicht, dass Gewalt ein zulässiges Mittel der Auseinandersetzung ist?

Nee is klar. Wenn wir Ihren Mann dazu befragen würden, wie würde der reagieren?

Armer Kerl. Themawechsel. Was halten Sie von der fachlichen Qualifikation Ihres Chefs?

Wenn Sie sich vorstellen, Sie würden genauso viel oder so wenig von Ihrem Job verstehen wie der Chef, wie wäre das?

Wenn Sie einen attraktiven Mann sehen, wohin schauen Sie als erstes?

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Sagen Sie jetzt nichts… ist natürlich inspiriert von der großartigen Serie des SZ-Magazins. Die „Interviews ohne Worte“ lese ich seit langem gerne und jetzt wurden sie mir kürzlich als Buch geschenkt. Hinten in dem Buch ist ein Interview zum Selbermachen – man kann Fotos in das Buch kleben. Das brachte mich auf die Idee, meinen Bekanntenkreis mit Fragen und Kamera zu quälen.
Mir ist aufgefallen, dass es wirklich nicht einfach ist, gute Fragen zu finden. Und ich hoffe sehr, dass das Ergebnis was hermacht, trotz meiner doch eher geringen Fähigkeiten als Fotografin und einer Kamera, die immer erst nach einer endlos langen Verzögerung auslöst…

Aber nun zu Mario M., einem der Menschen, der sich für Absurditäten noch wirklich begeistern kann. Der dem Wahnsinn mit und ohne Methode etwas abzugewinnen vermag, jedenfalls wenn Komik enthalten oder das Ergebnis ist. Nicht zu vergessen: er ist auch ein Anhänger der schönen Dinge des Lebens, wie Essen und Trinken, und kann als solcher sowieso schon mal kein schlechter Mensch sein.

Mario M.

Geboren: 1979
Ausbildung: Studium der Sozialwissenschaften, Volontariat in einer ehrgeizigen und dennoch ziemlich verrückten PR-Agentur
Status: Berater für Campaigning und als solcher große, aber noch unentdeckte Hoffnung der Wahlkampfzentralen dieser Welt

Mario, können Sie uns zeigen, worin das Charakteristische von Wahlplakaten der Linkspartei besteht?

Nicht wirklich sexy – ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen. Warum werden die Ihrer Meinung nach trotzdem gewählt?

Verstehe. Pinke-pinke. Knete. Moneten. Imma ditselbe!
Huber und Beckstein haben mit leeren Bierzelten und mit Häme zu kämpfen. Was ist Ihre Empfehlung für die beiden?

 

Nee is klar. Gibt es etwas, was Sie Kurt Beck zum Abschied sagen möchten?

 

Sie gelten als cleverer Bursche, manche nennen Sie gar genial. Gibt es etwas, was Sie an sich gerne verbessern würden?

Ich würde das an Ihrer Stelle nicht selbst verbessern, lassen Sie da lieber einen Zahnarzt dran. Aber weiter: Was sagen morgens Sie zu Ihrem Spiegelbild?

Und zu Ihrer Freundin?

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B.’s Arbeitskollege hat einen Garten. Darin wächst allerhand essbares Zeug, und wie das so ist, er kommt mit dem Verzehr nicht hinterher. Das macht einen Menschen großzügig.

B. und ich haben keinen Garten, nur einen Balkon. Auf dem ziehen wir ein paar Tomaten und ein paar Chilis, Rosmarin und Thymian. Geht alles bei uns weg. Und reicht noch lange nicht, um uns zu ernähren.

Treffen sich beide. Sagt der Kollege: „Bei mir wächst auch Kürbis.“ Sagt B.: „Oh lecker, da machen wir tolle Sachen draus.“ Kollege: „Ich bring Dir einen Kürbis mittlerer Größe mit.“

Gesagt, getan:

Der Kürbis "mittlerer Größe"

Der Kürbis

Hmmm… das sieht schwer nach sieben Wochen Kürbissuppen-Diät aus…

Update:

Die Lösung ist natürlich, man lädt Gäste zu sich nach Hause ein, verfüttert ihnen mit Kürbis gefüllte Ravioli und nötigt ihnen dann noch riesige Teile von dem Kürbis zur Mitnahme auf. Kürbis lässt sich doch so vielseitig verwenden! Zum Beispiel als Kopfbedeckung:

Kürbismoden

Kürbismoden

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Am Morgen unseres Dritten Tages wurden wir vom Handy geweckt. Eine unverschämte Person wagte es, um 9 Uhr 17 anzurufen um einem der begleitenden Menschen zum Geburtstag zu gratulieren. Eine völlig überflüssige Angelegenheit, Geburten von Menschen werden allgemein überschätzt! Ich verlangte Satisfaktion und verschuf mir diese, indem ich die Geschenke beschlagnahmte. Strafe muss sein. Auf dem Bild sieht man übrigens ganz deutlich, dass der Geburtstagsmensch ein T-Shirt mit einer Elfe darauf bekommen hat – oder wie heißt noch das Tier mit dem Rüssel? – weil sie sich immer so elfengleich bewegt. Egal, das Shirt ist mir eh‘ zu groß.

Konfiskation der Geburtstagsgeschenke

Konfiskation der Geburtstagsgeschenke

Wir haben dann noch einen kurzen Besuch bei der Parti Socialiste eingeschoben und sind in dem Bestreben, die Partei für die Anliegen der Stofftier-Emanzipation zu gewinnen, wieder ein klitzekleines Stück vorangekommen. Der Mensch im Bild ist natürlich reine Staffage.

Bei der Parti Socialiste

Bei der Parti Socialiste

Am 20. /21. September war in Paris „Jours Patrimonie“, so eine Art Tag der offenen Tür. Das heißt auch Menschen konnten ausnahmsweise umsonst die Rolltreppen des Centre Georges Pompidou hinaus zur Panorama-Plattform nehmen. Für Stofftiere ist das ja ganzjährig möglich, allerdings ist ein begleitender Mensch praktisch, um einen auf dem Handlauf der Rolltreppe festzuhalten. Normalerweise bezahlt so ein Gehilfe 11 Euro Eintritt. Wenn ihn die Moderne Kunst im Museum nicht interessiert, sondern nur die tolle Rolltreppe außen an der Fassade, in einer transparenten Röhre, dann ist das für den Mensch natürlich ein wenig happig.

Auf der Rolltreppe am Centre Georges Pompidou

Auf der Rolltreppe am Centre Georges Pompidou

Im Jardin du Luxemburg machten wir unsere übliche Mittagspause unter freiem Himmel. Das Wetter blieb sommerlich und strahlend sonnig. Unsere Helfershelfer konnten mit einem echten Laguiole-Sommelliermesser die Weinflaschen öffnen, daraufhin sahen uns die Franzosen nach, dass wir den Wein aus der Flasche tranken.

Jardin du Luxembourg

Jardin du Luxembourg

Weil der eine der begleitenden Menschen ja Geburtstag hatte, habe ich noch dezent auf dieses Sanitärgeschäft hingewiesen. In dem Alter muss man sich ja langsam mal für Bettpfannen und Gehhilfen interessieren…

Das Sanitärgeschäft als Geburtstags-Menetekel

Das Sanitärgeschäft als Geburtstags-Menetekel

Keine Paris-Reise ohne nicht wenigstens ein Foto von diesen wunderbaren Metro-Eingängen! Wir haben die Menschen dann natürlich daran vorbeigescheucht. Wozu teures Geld für Tickets ausgeben, wenn man laufen (lassen) kann? Unseren Trägern tat es auch mal ganz gut, sich ein wenig zu bewegen. Sie sind ja weiß Gott nicht schlanker geworden in den letzten Jahren. Dass Menschen immer so zulegen müssen! Sie könnten in der Disziplin „Figur erhalten“ eine Menge von uns Stofftieren lernen.

Eingang zur Metro auf der Ile de la Cité

Eingang zur Metro auf der Ile de la Cité

Wir haben dann aber doch einer Bootsfahrt auf der Seine zugestimmt, eine Stunde rund um die Inseln, bis zum Eiffel-Turm und zurück. Das war’s dann aber auch mit dem Sitzen. Auf, auf, weiter geht’s zur Notre Dame. Innen war gerade Messe, das stört aber die agnostischen Besucher nicht, die sich am Rand vorbeischlängeln und den etwas penetranten Weihrauch zu ignorieren versuchen. So eine Messe gewinnt übrigens ungemein an Attraktivität, wenn man kein Wort davon versteht, und sich ganz ungestört von hanebüchenen Prinzipien und Behauptungen nur dem säuselnden Klang der Predikt und dem Gesang hingeben kann.
Notre Dame

Notre Dame

Wir ließen den Abend in einem kleinen schnuckligen Restaurant unweit des Pantheon ausklingen, das auf Spezialitäten aus der Auvergne spezialisiert ist. Traumhaft die pochierten Eier in einer Sauce von reifem Cantal, eine herrliche Magenmine die Truffade (eine Art Kartoffelgratin mit sehr viel Käse), wunderbar die Schnäpse, die hinterher dringend nötig waren.
Am nächsten Tag führte uns der Weg zum Friedhof Père Lachaise, wo Biggi unbedingt beim Grab von Jim Morrison vorbeischauen musste. Wir besuchten kurz Edith Piaf und Oscar Wilde, suchten eine Ewigkeit nach dem Urnengrab von Maria Callas, der wir von der Weinhändlerin Vera aus Berlin-Charlottenburg einen Gruß auszurichten hatten. Dann legte ich nach jüdischer Sitte einen Stein auf das Grab von Gertrude Stein. Wäre sie nur ein Stofftier gewesen! Wie viel weiter könnte unsere Bewegung heute sein?
Am Grab von Gertrude Stein

Am Grab von Gertrude Stein

Das Hôtel de Ville ist mit dem nervigen Bürgerstolz der Menschen ein wenig aufdringlich. Zum Feiertag war es auch noch mit einem Plakat geschmückt, das für Menschenrechte warb. Das ist für Stofftiere eine Zumutung! Aber gesehen haben sollte man es schon.
Hôtel de Ville - ein Bauwerk der Menschenverherrlichung

Hôtel de Ville - ein Bauwerk der Menschenverherrlichung

An unserem letzten Tag mussten die Menschen sich um die Fahrt zum Flughafen kümmern. Die Linie RER B nach Charles de Gaulle wurde bestreikt. Also konnten nur in großer Eile letzte Teile des Pflichtprogramms absolviert werden wie z.B. der Louvre.
Musée du Louvre

Musée du Louvre

 Mein persönliches Fazit: Paris ist wirklich die Stadt der Liebe. Stofftiere können das bestätigen. Und erst wenn Stofftiere es ebenso wie andere Kreaturen mit Leben erfüllen dürfen, dann ist dieser Anspruch auch wirklich eingelöst. Stofftiere aller Länder, vereinigt Euch!

Paris, die Stadt der Liebe

Paris, die Stadt der Liebe

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In unserer Stofftierfeindlichen Welt kommt es nicht häufig vor, dass diese reisen und die Welt sehen dürfen, anstatt auf Sofas zu verstauben oder mit Kindersabber eingedeckt in Betten zu verschimmeln. Waltraud Mouton-Noir, die bekannte Aktivistin für Stofftierrechte, und ihre Lebensgefährtin Biggi haben sich ein Leben erstritten, von dem viele Stofftiere heute nur träumen können. Ihnen sei dieser Reisebericht gewidmet.

Formal wurden Flug und Hotel von zwei Menschen gebucht, wie es leider aufgrund der rechtlichen Diskriminierung von Stofftieren heute noch unumgänglich ist. Diese Menschen sind zum Teil auch auf den nachfolgenden Bildern zu sehen. Sie spielen aber keine Rolle außer der, dass sie nützlich waren.

Biggi und Waltraud beim Check-In

Biggi und Waltraud beim Check-In

Vier Tage Paris! Die weite Welt! Die Stadt der Liebe! Und das für zwei Stofftiere. Das Abenteuer konnte beginnen. Für Biggi war es nicht der erste Flug, aber Waltraud hatte mächtig Flugangst, auch wenn sie es sich natürlich nicht anmerken ließ.

Auf dem Flug

Auf dem Flug

Man hatte ein für Pariser Verhältnisse preiswertes Hotel in der Nähe des Gare du Nord gefunden, um die begleitenden Menschen irgendwo abzulegen. Für Stofftiere von Biggis und Waltrauds Größe war es groß genug, also lass die Menschen meckern! Sie nehmen sich eh immer zu wichtig. Es gab sogar einen kleinen Balkon. Abends sehr stimmungsvoll beleuchtet.

Nachts auf dem Balkon

Nachts auf dem Balkon

Am nächsten Tag ging es los mit den Besichtigungen. Wir ließen uns mit der Metro zum Arc de Triumphe fahren. (Der Mensch im Bild hat keine Bedeutung.)

Der Triumphbogen ist wirklich riesig

Der Triumphbogen ist wirklich riesig

Ganz in der Nähe ist auch eine Filiale von Lenôtre. Feinschmeckern muss ich nichts erklären. Der Rest soll sich schämen. Wir erwarben ein paar köstliche Macarons.

Lenôtre - das Paradies für Nasch-Stofftiere

Lenôtre - das Paradies für Nasch-Stofftiere

Gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Trocadero, von wo wir den Eiffel-Turm in Angriff nehmen wollten. Ein schöner Blick über die Seine, nicht wahr?

Romantische Momente vor dem Eiffel-Turm

Romantische Momente vor dem Eiffel-Turm

Oben war es ganz schön hoch! Aber Waltraud ist ja kein Hasenherz (im Gegenteil – das Herz eines schwarzen Schafes ist viel mutiger als das von Löwen und ähnlichem, das ist bewiesen!) und das schützende Gitter gab, obgleich es eher für Menschen als für Stofftiere gemacht war, doch etwas Sicherheit. So, das sind also Biggi, Waltraud und Paris. Passt irgendwie gut zusammen…

Auf dem Eiffel-Turm

Auf dem Eiffel-Turm

Ab der zweiten Ebene kann man den Eiffel-Turm zu Fuß besteigen. Unsere Schwächlinge von Menschen nahmen nur abwärts die Treppe. Aber ich wollte ja nicht von Nebensächlichkeiten reden! Viel wichtiger war die anschließende Pause mit Käse und Wein.

Kleiner Imbiss auf dem Mars-Feld

Kleiner Imbiss auf dem Mars-Feld

Wir ließen uns dann die Seine entlang bis auf die Ile de la Cité tragen. Dort war die Sainte Chapelle mit ihren berühmten Glasfenstern leider schon geschlossen. Es gelang unseren Versagern von Reise-Dienstleistern übrigens auch an den Folgetagen nicht, dort hineinzukommen. Am 20./21. war die Sainte Chapelle wegen einer Art Tag der Offenen Tür im benachbarten Justizpalast geschlossen und am 22. streikte einer der beiden Menschen beim Anblick der Menschenschlange vor dem Eingang. Wir haben mit den Versagern vereinbart, dass wir noch einmal nach Paris dürfen, um das nachzuholen.  Aber zurück zum zweiten Reisetag. Da ging es dann weiter in das Viertel Les Halles, wo wir uns erschöpft vom vielen Menschen-Scheuchen sinken ließen und ein wohlverdientes Bier zu uns nahmen.

Ein kühles Bierchen in einem Bistro

Ein kühles Bierchen in einem Bistro

So gestärkt konnten wir noch das Centre Georges Pompidou aufsuchen, neben dem sich ein recht interessanter Brunnen befindet. Ein wenig nass für meinen Geschmack, aber hübsch.

Vor dem Brunnen von Niki de Sainte Phalle und Wieheißternoch

Vor dem Brunnen von Niki de Sainte Phalle und Wieheißternoch

Wir ließen den Abend dann bei Chartier in der Rue Faubourg-Montmartre Nr. 7 im 9. Bezirk ausklingen. Ein absolutes Muss für Paris, weil es einfach ein so klassisches Bistro ist, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, nicht nur wegen dem Innendekor aus der Jugendstil-Zeit. Der Kellner schreibt die Rechnung auf die Papierdecke, die Karte gibt es nur in französisch, auf einem fettigen, fünf mal gefalteten Zettel, der aber dennoch vom Gast sorgsam wieder eingesammelt wird. Die Speisen sind einfach und gut und für Pariser Verhältnisse traumhaft preiswert. Dafür hat man schnell zu Essen und zu gehen, damit der nächste Gast im Eiltempo abgefüttert werden kann.

Bei Chartier ist das Essen gut und der Service eilig

Bei Chartier ist das Essen gut und der Service eilig

… to be continued …

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