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Archive for April 2008

Darf ich Sie mal was fragen, sagte die Marktfrau. Was machen Sie mit so viel Bärlauch?

Tjaaaa… Det fragste dir, wa? 

Hier ist es zu sehen, was ich damit mache:

Die kleine heimische Bärlauch-Manufaktur

Bärlauch-Pesto kommt für mich gleich nach Pesto Genovese, also dem klassischen aus Basilikum. Allerdings nur, wenn es selbstgemacht ist. Während man Basilikum-Pesto inzwischen auch in Deutschland in ganz vernünftiger Qualität kaufen kann (was natürlich nicht bedeutet, dass es an selbst gemachtes oder solches aus Ligurien heranreicht), habe ich an fertigem Bärlauch-Pesto bis jetzt noch nichts bekommen, das mich überzeugt hätte.

Also selber machen. Problem dabei: Bärlauch gibt es immer nur sehr kurze Zeit frisch zu kaufen. Aber man kann es gut konservieren. Here’s how: Man nehme 1,5 Kilo Bärlauch, einen halben Liter bestes Olivenöl, Küchentücher aus Papier, Salz, ein Messer, eine Küchenmaschine (Hackmesser), sowie 10 kleine Schraubgläser, in denen zum Beispiel früher mal je 200g Pesto drin gewesen waren.

Den Bärlauch waschen und von Waldboden-Bestandteilen säubern. Ansonsten kann man ihn komplett verarbeiten. Die Pflanzen sollten mit einem Messer kleingeschnitten werden, bevor man sie in die Küchenmaschine gibt, sonst wickeln sich die Fasern der Pflanzen um das Messer. Dann gibt man sie Portionsweise mit Olivenöl in den Häcksler und füllt sie dann in Gläser, und zwar bis einen halben Zentimeter unter dem Rand. Man stopft schön fest, damit keine Luft im Glas ist, außerdem macht man die Masse oben möglichst glatt. Mit dem Küchenpapier reinigt man dann den Rand des Glases, streut eine dünne Schicht Salz auf den Bärlauch und gießt eine Schicht Olivenöl darüber. Zuschrauben. Das hält ein ganzes Jahr im Kühlschrank frisch, ohne Probleme. Bis der ganze Bärlauch verarbeitet ist, ist man etwa zwei Stunden beschäftigt.

Aber dafür ist das Essen dann ganz rasch fertig. Einfach so ein Glas auf heiße gekochte Nudeln geben, etwas von dem Kochwasser und / oder noch mehr Olivenöl dazu, und natürlich reichlich Parmesan. Je nach Geschmack und Vorratslage röstet man sich Pinienkerne und gibt sie dazu, oder gehackte Walnüsse, oder getrocknete Tomaten. Lecker! Knoblauch muss nicht rein, denn das ist ja quasi schon der Bärlauch.

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