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Archive for März 2008

Homeoffice

Für bestimmte ehemalige Kollegen, die in der Hamsterrad-Branche tätig sind, ist „Homeoffice“ vielleicht ein erklärungsbedürftiger Begriff. Er bedeutet, sich nicht – ich wiederhole: nicht – zur Arbeitsstätte begeben zu müssen, wiewohl weder eine Krankschreibung noch Urlaub vorliegt. Das ist eigentlich schon alles.

In manchen Branchen und / oder Betrieben wird erwartet, dass aus dieser Situation Arbeitsergebnisse entstehen. Manchmal ist es nicht möglich, diese nach der Art Potemkin’scher Dörfer vorzuzeigen ohne allzu viel Zeit in ihre Erstellung zu investieren. Das nennt man dann Pech.

Ich genieße gerade zwei Wochen dieser Situation, weil unser Büro komplett renoviert wird und nicht benutzbar ist. Zu meinem großen Bedauern muss ich hin und wieder tatsächlich etwas arbeiten, aber ich muss es nicht übertreiben damit.

So weit erstmal. Ich lege jetzt eine Gedenkminute für bestimmte ehemalige Kollegen ein, und dann mache ich mir die Fußnägel.

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Risotto mit Seespargel

Diese etwas dickeren, quietschgrünen Algen, die fast wie grüner Spargel aussehen und auch „Spargel des Meeres“ genannt werden, sind ja zurzeit total angesagt. Lecker sind sie aber auch noch. Und man kann sie in Risotto tun.

Nur auf eines muss man aufpassen: auf Salz. Die Dinger sind nämlich schon gesalzen, von innen! Ich empfehle folgendes zur Nachahmung: 100g Algen in ungesalzenem Wasser 2-3 Minuten blanchieren, mit dem Schaumlöffel herausnehmen. Das grüne Kochwasser weiterverwenden, indem man eine gute Gemüsebrühe (ich empfehle die Gemüsepaste von Jürgen Langbein, die ist nämlich ohne Glutamat) und etwas Fischfond (einen sehr leckeren konzentrierten Fischfond gibt es bei Lindenberg, von der Firma Oscar aus Dänemark) mischt. Kosten, dass es nicht zu salzig wird. Und etwas abgeriebene Zitronenschale hinein, das gibt den Pfiff. Dann ganz normal den Risotto zubereiten. Wir hatten keine Zwiebeln im Haus – es ging auch ohne. Stattdessen haben wir 100g Sellerieknolle fein gewürfelt angebraten, den Reis dazu und mit Weißwein (noch aus dem letzten Urlaub ein Vernaccia di San Gimignano) abgelöscht, und dann mit der köchelnden Brühe immer wieder aufgegossen und gerührt. Knofi sollte noch dazu. Kurz bevor der Risotto al Dente war, haben wir ein Paar Garnelen und ein paar Calamaretti in Olivenöl gebraten. Die Algen wurden unter den Risotto gemengt, Butter und Parmesan dazu, und dann der Fisch auf dem Teller dekorativ neben den Risotto gelegt. Sehr lecker das alles.

Nur der Tatort heute abend hat enttäuscht. Man kann nicht alles haben.

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