Wie in Bloggerkreisen verschiedentlich bereits berichtet, finden bei Frau MOZ alljährlich Anfang Januar Hausgreuel-Parties statt, bei denen jeder eingeladene Haushalt ein scheußliches Geschenk oder eine Altlast aus den Untiefen des Schranks mitbringen darf, um im schlimmsten Fall mit einer noch übleren Scheußlichkeit nach Hause zu gehen. Zwischen Kommen und Gehen liegen mehrere Runden verbissenen Würfelns, begleitet von alkoholischen Getränken und Häme, bis das Schrillen der Eieruhr das Schicksal besiegelt. Uns hatte es vergleichsweise gut getroffen. Wir wurden unser Schaukelpferdchen los an lieblose Berlinerinnen, mussten aber selbst nur ein etwas fragwürdiges Plastikbesteck zum Obstessen hinnehmen.
Ich hatte den anderen Teilnehmern versprochen, das Werkzeug zu testen. Heute ist die Frau aus dem Haus, und ich bin endlich mal dazu gekommen.

Das 3-Teilige Hausgreuel im Test
Mit dem Löffel lassen sich zwar tatsächlich Pampelmusen essen. Aber ich entsafte die meistens eh. Das Schneckenförmige Teil zum Pellen macht hübsche Schlangenlinien in die Schale. Der Vorteil dieser Rillen erschließt sich mir nicht. Die Sache mit dem Kiwi-Öffnen muss ich bei anderer Gelegenheit noch mal probieren, weil ich beim Test aus Versehen das falsche Teil dafür genommen habe. Die Kiwi sah ziemlich zerrupft aus.
Update
Mit dem dafür vorgesehenen Teil war die Kiwi auch nicht leicht zu erlegen. Ein gewöhnliches Messer zum Durchschneiden und ein Teelöffel sind – wiewohl technisch aus heutiger Sicht veraltet – immer noch meine Kiwi-Esswerkzeuge der Wahl.
eyyyy, wir sind nicht lieblos! nur weil wir das kleine gipsne (nutzlose) schaukelpferdchen umgehend nach verlassen des hausgreuls ausgesetzt haben? das war nicht lieblos – im gegenteil! wir haben dafür gesorgt, dass es bei uns nicht in irgendeiner ecke einstaubt oder verschimmelt, sondern ein liebevolles, würdiges neues zuhause findet! also richtig pferchenfreundlich sind wir!